Mittwoch, 2. Februar 2011

Abenteuer RUMÄNIEN

Los ging es am 18.01. vom Mainzer Hauptbahnhof um 5:40Uhr mit dem ICE nach Stuttgart Flughafen. Eigentlich hatte ich ja eher mit Problemen im Sinne von Zugverspätung,etc gerechnet und das ich eben dadurch den Flug verpassen würde. Fast wünschte ich es wäre so gewesen. :)
Doch bis zum Flughafen ging alles reibungslos, auch Check-In und Security-check waren kein Problem und bis kurz vor der geplanten Landungszeit um 13 Uhr in Sibiu/Hermannstadt lief alles prima.
Um 12:45Uhr wurde uns mitgeteilt, das wir aus wetterbedingten Gründen nicht in Sibiu würden landen können und so wurden wir nach Timisoara weitergeflogen, wo wir anstatt der versprochenen 15 Minuten gute 2 Stunden warteten um zu sehen, ob das Wetter sich verbessern würde. Nach den 2 Stunden ging es dann auch tatsächlich weiter... allerdings nicht nach Sibiu, sondern nach Bucharest und von dort wurden wir mit Bussen in einer 4 Stundenlangen Fahrt nach Sibiu gebracht, so dass wir gegen 21 Uhr in Sibiu eintrafen anstatt wie geplant um 13 Uhr. Bis ich dann in Keresztur war wurde es nach Mitternacht.
Ein erlebnisreicher erster Tag.

Verglichen mit dieser ersten Aufregung war mein Aufenthalt dort relativ ereignislos. Ich habe einige sehr nette Menschen kennengelernt und konnte einen kleinen Einblick in die Arbeit von Domus-Rumänienhilfe gewinnen. So habe ich z.B. am ersten Tag an dem wöchentlichen Mitarbeitertreffen in der nächsten größeren Stadt (Sighisoara/Schäßburg) teilgenommen.
Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Zwischen Pferdegespannen, Webstühlen und geländerlosen 'Brücken' kam ich mir doch manchmal recht abenteuerlich vor.
An besagter geländerlosen Brücke wäre ich auch zweimal um ein Haar in den Abgrund bzw. den Felsenbestückten Bach/Flüsschen gestürzt. Leider gab es wenig Gelegenheit die Leute vor Ort näher kennenzulernen.

Die Heimreise wurde ein weiteres Abenteuer. Eigentlich sah mein Reiseplan folgendermassen aus: Samstag, 29.01.
9 Uhr Abflug Sibiu,
10 Uhr Ankunft Stuttgart
12:18 Abfahrt Stuttgart Flughafen
15:18 Ankunft Mainz Hbf
Bis ich dann tatsächlich in Mainz war, war es Sonntag, 30.01. 19:25!
Mein Flug (blueair) wurde aus wetterbedingten Gründen gestrichen. Nach dem ich den halben Tag am Flughafen auf den nächsten Flug (Lufthansa) gewartet hatte, musste ich erfahren das es in besagtem Flug nur noch Business class gab - was locker 800,- Euro gekostet hätte. So blieb mir nichts anderes übrig, als eine weitere Nacht in Sibiu zu bleiben und dann am nächsten Morgen nach München mit Tarom (nur 260,-Euro) zu fliegen. Die Alternative wäre gewesen auf den nächsten Flug mit blueair am Mittwoch, also vier Tage später zu warten -ohne Garantie, dass dieser Flug dann auch tatsächlich stattfinden würde. Gott sei Dank kam der Tarom-Flug, wenn auch mit über 4 Stunden Verspätung sicher in München an.

Wieder in Deutschland brauchte ich erstmal ein paar Tage um diese Reise zu verdauen. Denn es schien mir als sei es eine Menge Geld (meine sämtlichen Ersparnisse der letzten Monate) und Zeit für nichts und wieder nichts gewesen. Doch inzwischen bin ich froh, dass ich gefahren bin, denn so kann ich jetzt mit Gewissheit sagen, dass dies nicht der Ort für mich. Wenn ich nicht gefahren wäre, hätte ich immer das Gefühl gehabt, etwas übersehen zu haben...

liebe Grüße,
hanna

Sonntag, 19. September 2010

dankbar

Es ist der Vorabend vor meinem 30.Geburtstag und wie jedes Jahr, an diesem Tag nutze ich die Zeit, um einen kurzen Rückblick zu halten. Über das letzte Jahr und an so einem runden Geburtstag auch einen ein bisschen weiteren Rückblick. Wie soll ich sagen, es hat für mich immer ein bisschen die Stimmung vom Neujahrsabend, denn in gewisserweise ist es ja mein Neujahrsabend. :)

Wenn ich so zurückblicke gibt es natürlich auch traurige Momente - sei es Freunde die man verloren hat, Pläne die schiefgelaufen sind, gebrochene Herzen oder einfach Situationen, in denen man Gottes Wege und Sein Handeln nicht immer ganz versteht.

Doch davon einmal abgesehen, bin ich hauptsächlich mit DANKBARKEIT erfühlt.
Dankbarkeit an meine Familie, meine lieben Freunde, die Er für mich handgepickt und mir zur Seite gestellt hat, meine Gemeinde, und das tolle neue Zuhause mit dem Er uns beschenkt hat.
Wo ich Seine Treue und Güte nicht nur mir gegenüber, sondern auch unserer Gemeinde gegenüber erleben darf. Wo ich auch immer wieder erleben darf, dass Er etwas vorhat - mit meiner Gemeinde und mit mir und vor allem, dass Er sich durch nichts und niemanden von diesem Plan abhalten lässt!!

... doch am meisten bin ich Gott dankbar dafür, dass:
er die vergangenen 30 Jahre jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde bei mir gewesen ist. Dass Er bei mir gewesen ist in den guten, den harten, den traurigen, den schönen, fröhlichen, verrückten Zeiten bei mir gewesen ist. Dass Er an mich und in mich geglaubt hat, in Zeiten in denen ich nahe daran war alle Hoffnung aufzugeben.

Dankbar, dass Er mich liebt und annimmt so wie ich bin und mich lehrt das gleiche mit mir und anderen zu tun.

Wie so oft fällt mir dazu ein passender Lied-Auszug ein:

Ich bin so dankbar
für all das was DU für mich getan hast.
Ich kann Dir niemals genug danken
Ich bin so dankbar
Denn ich weiss, dass Du mich frei machst
und das wird sich niemals ändern
Mein Lebenlang werde ich singen
Singen von Deiner Liebe und Herrlichkeit
Ich bin so dankbar für wer Du bist!

Seid ganz herzlich gedrückt von,
eurer Hanna

Montag, 19. Juli 2010

Team-Aufbau

Hallo!
Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?
Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht (Jesaja 52,7): »Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!«

Inzwischen ist es knapp 2 Wochen her, seit meinem letzten Freundesbrief und vielleicht hast Du in der Zwischenzeit mal Gelegenheit gehabt ihn zu lesen. Wenn nicht, würde ich Dich auf jeden Fall dazu ermutigen, denn Gott ist echt super Sachen am vorbereiten.
In dem Brief habe ich davon berichtet, wie Gottes Teil und wie mein Teil darin aussieht. Jetzt möchte ich Dir die Möglichkeit geben und erzählen, wie Du Anteil haben, ein Partner werden kannst. Vielleicht hast Du bereits ein Herz für die Mission oder gar eine bestimmte Völkergruppe, hast aber im Moment nicht die Möglichkeit selbst zu gehen, dann ist dies Deine Gelegenheit, durch mich zu gehen.
Wie das praktisch aussieht?
Nun, ich bin herausgefordert worden €1000,- in monatlichen Spenden aufzubringen. Dies beinhaltet Unterkunft, Verpflegung, Steuern, Zehnter, Konferenzen, Krankenversicherung, Altersversorgung, Flüge (Heimatbesuch, etc.)
Und so bin ich dabei ein Team aus mindestens 30 Partnern zu bilden.
9 Partner mit insgesamt €230,- habe ich bereits, bleiben noch €770,- und 21+ Partner.

Meine Frage an Dich ist nun, wäre es Dir möglich einfach mal ernsthaft darüber zu beten und Gott zu fragen, ob Du Dich z.B. mit €30, €50, €75 oder einem anderen Betrag monatlich an diesem Dienst beteiligen kannst.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diese Email zu lesen. Wenn Du Fragen hast, fühl Dich frei.
Sei ganz stark gesegnet,
Hanna

Samstag, 17. Juli 2010

6 Mädels und der schiefe Turm

2 Tage lang durften Anna, Dorothee, Clara, Susan, Rahel und ich die Toskana unsicher machen. Stationiert waren wir im Herzen von Pisa, in einem kleinen familienbetriebenen Hostel mit dem anzüglichen Namen 'Walking Street'.
Dazu muss ich sagen, dass dieser Name zumindest für Thailand-Besucher anzüglich ist. Die 'Walking Street' in Pattaya, Thailand ist wohl die bekannteste und berühmteste Rotlichtzone des Landes.
Somit konnten Anna und ich uns ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen, als wir diesen Namen auf dem Schild lasen. Die Erklärung kam dann auch keine 2 Mintuen später als wir uns am Empfang meldeten - denn die Dame, die dort sass war eindeutig Thailänderin! Ich habe sie dann auch gleich mit meinem bisschen Thai danach gefragt... :)

Nach dem einchecken am Dienstag sind wir erstmal essen gegangen - natürlich Pizza, Meter-Pizza um genau zu sein, super lecker! Dann ein bisschen siesta gemacht, bevor wir uns am spätnachmittag sind wir nochmal losgezogen um uns die Stadt ein wenig anzuschauen und der schiefe Turm durfte natürlich auch nicht vergessen werden.

Mittwoch morgen sind wir dann mit dem Zug nach Viareggio ans Meer gefahren. Das war toll! Im Zug hatten wir das Gefühl in Klein-Afrika gelandet zu sein - ohne Witz, wir waren die Einzigen Weißen! Am Strand war es dann so schön, dass wir am Ende fast den ganzen Tag dort verbracht haben... :)
Zurück in Pisa war dann erstmal eine Runde Duschen angesagt, da wir alle voller Sand waren - leider liess sich der Sonnenbrand den sich einige von uns geholt haben, nicht so leicht abwaschen.
Tja und das war dann auch schon unser letzter Abend an dem wir erst Eis leckend am Arno (Fluss) sassen und später noch einen Abschiedsdrunk in einem gemütlichen Lokal hatten.

Donnerstagmorgen hatten wir eben noch Zeit für ein kurzes Frühstück am Bahnhof, bevor es schon wieder zum Flughafen ging.
Wir konnten uns noch nicht einmal mehr von dem Frettchen verabschieden. :(

Einer der schönsten Momente für mich war am Pisa-Turm, wir hatten uns nach dem Spaziergang eine Weile vor dem Turm ins Gras gesetzt und ich habe es total genossen Dutzende von verschiedenen Sprachen um mich zu hören.. selbst hatte ich auch Gelegenheit während dieser kurzer Reise fünf Sprachen zu sprechen... ich wünschte nur, ich könnte die alle fliessend! :)
Ciao!
Hanna

Dienstag, 6. Juli 2010

Nehmt ein das Gute Land - 3. und letzter Teil


Warum Jugend mit einer Mission?

Immer wieder werde ich gefragt, warum gerade Jugend mit einer Mission (JMEM)?

Nun ich hatte einfach immer wieder auf Veranstaltungen und durch Freunde davon gehört. Somit schien es natürlich, als es 2003 losging, mich dort umzuschauen.

Inzwischen kann ich sagen, dass es genau der richtige Ort ist für mich. Es ist groß und flexibel und gibt einem die Möglichkeit die eigenen Visionen kreativ in ‚unsere’ große Vision – Gottes gute Nachricht zu jedem Volk und in jede Sprache zu bringen – mit einzubinden.

Ich liebe es, dass es überkonfessionell und international ist. Jeder ist willkommen. Denn der Missionsauftrag gilt für jeden, ob jung oder alt, rot, weiß, gelb oder schwarz und wir arbeiten zu dem gut und gerne mit anderen Missionsorganisationen und Gemeinden zusammen. Denn nur gemeinsam können wir diese Welt, sei es unser Nachbar oder das Straßenkind in Rio für Jesus erreichen. Bei JMEM bekommt niemand ein Gehalt. Um die Mitarbeiter für den missionarischen Dienst freizusetzen und für den Lebensunterhalt im Beruf als Missionar zu versorgen, hat jeder Mitarbeiter ein Team von Partnern die sich im Gebet und finanziell an unserer Mission beteiligt. Und genau dies ermöglicht es uns so weit reichend zu arbeiten. Derzeit haben wir über 1000 Standorte in knapp 160 Ländern mit rund 16 000 Mitarbeitern.

Vielen Dank für's Lesen und viel Spass bei den Halbfinalspielen heute abend: Niederlande gegen Uruguay und morgen abend dann DEUTSCHLAND gegen Spanien! :)

Gottes Segen,
Hanna