Donnerstag, 24. Oktober 2013

Herbst, der Zweite

Nur noch 2 Monate bis Weihnachten! Kaum zu glauben. Eben war es noch Sommer und jetzt befinden wir uns bereits mitten im Herbst. Meinem 2. in Dundalk und Irland. Letzte Woche wurden Mantel und Jacke entstaubt und zum ersten Mal wieder gebraucht. Dafür kann man es sich es jetzt abends mit nem leckeren Teechen und ner kuscheligen Decke gemütlich machen..
Nach den ganzen Aktionen, Partys, Familienabenden und sonstigen Aktivitäten im April, Mai, Juni und bis in den Juli wurde es während der Ferienzeit deutlich ruhiger. Auch bei mir war Urlaub angesagt, 2.5 Wochen im September. Es gab viele Ideen, Pläne, Vorstellungen und Träume von warmen Orten nah und fern, doch zum Schluß bin ich die Zeit hier in Dundalk geblieben und habe Gastgeberin gespielt.
Erst war meine liebe Freundin Anna für 5 Tage da, in denen wir Dundalk, brubakers, Ravendale und ein paar Kollegen unsicher gemacht haben
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und ein paar Tage später kamen meine Tante und mein Schwesterchen für eine Woche zu Besuch.
In dieser Zeit haben wir auch zwei Geburtstage gefeiert, mitunter meinen eigenen.
Schön war’s, richtig schön. Nette Gesellschaft, leckeres Essen (kochen macht doch soviel mehr Spass wenn man Mitesser hat hehe), schöne Spaziergänge in der Umgebung, Besuche beim Panama Coffee und ein Ausflug nach Blackrock sorgten für eine erholsame, unterhaltsame Woche.
Bei der Gelegenheit konnte ich mein Schwesterchen auch gleich ins Dundalker Nachtleben, anlässlich meines Geburtstags, einführen.
Meinem Geburtstag habe ich mit einer fröhlichen, bunten, Multi-Kulti-Gruppe bestehend aus Freunden, Kollegen und Familie gefeiert. Mittags hatte es Geburtstagskuchen im Panama gegeben und zuhause gab es leckere Tacos bevor wir losgezogen sind um den Rest der Truppe im brubakers zu treffen. Um dort in typisch Irischer Manier mit einem Guinness und nem Baileys anzustoßen. Prost!
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Tja, wow, und jetzt bin ich bereits über 1 Jahr hier. Und auch wenn wir gerne über das Wetter schimpfen oder uns über verschiedene örtliche Gepflogenheiten amüsieren, so muss ich sagen, ist das erste Jahr in Irland wirklich richtig gut gewesen. Mehr als gut sogar.
Ich erfahre hier viel persönliche Heilung und Wiederherstellung. Ich durfte und darf immer wieder erleben wie Gott mich rundum für Geist, Seele, Körper und Herz versorgt, mir liebe Menschen und gute Freunde an die Seite stellt, die diesen Weg mit mir gehen und gleich nochmal schöner machen.
Es freut mich auch, dass ich Gelegenheit habe diese Liebe und diesen Segen an andere weiterzugeben. Wie zum Beispiel morgen, denn da steht mein nächster Familienabend an und es sieht bereits nach einem vollen Haus aus. Acht Leute haben schon zugesagt plus eventuell noch drei mehr macht mit mir ein rundes Dutzend. Ähem, ich glaube wir werden stapeln müssen. 
Na, wird schon passen, ich freu mich auf jeden Fall schon voll und bin gespannt was sowohl der morgige Abend als auch das nächste Jahr in Dundalk so alles mit sich bringt.
herzliche Grüße aus Dundalk
eure hanna

Mittwoch, 14. August 2013

Wurzeln schlagen

Dieser Post ist eigentlich vom 30.Juni, hatte ihn nur versehentlich auf meinem Englischen blog gepostet.

So langsam muss ich wohl einsehen, dass es der irische Sommer ein Mythos ist. Ende Mai/ Anfang Juni hatten wir mal 10 Tage fast durchgehend schönes Wetter, aber selbst da war das höchste an Temperaturen um die 18 Grad – da ist hier dann auch gleich jeder mit Spaghettiträger-Tops, kurzer Hose und Sandalen rausgerannt, doch immerhin hat sich in der Zeit die Sonne mal ordentlich blicken lassen.
Ich habe mal eben nachgerechnet, mittlerweile bin ich bereits seit genau neun Monaten hier in Dundalk/Irland. Das letzte Mal, dass ich so lange an einem Ort war, war in Thailand und das liegt über sechs Jahre zurück. Wie ihr euch denken könnt, ist das eine ganze schöne Umstellung und bedarf ein wenig des ‘sich-daran-Gewöhnens’. Während der ersten Monate fiel es mir gar nicht so auf, da alles noch neu und spannend war, zudem befand ich mich ja noch in meinem ‘normalen’ Zeitrahmen.
Dann während des ersten Quartals diesen Jahres war ich abgelenkt durch das Mentoring, erst von Sara, Pablo (er kommt übrigens aus Murcia, wie ich inzwischen erfahren habe), Marco und Jerome und später von Ayuna (26, Russisch), Nancy (23, Französisch) und Kasia (29, Polnisch-Deutsch).
Doch als dann auch die zweite Mentoringgruppe abgeschlossen war fing der ‘Alltag’ an Einzug zu halten, sowohl auf der Arbeit als auch zuhause. Und gerade da begann natürlich die wirkliche Herausforderung.
So im nachhinein kann ich sehen, wie das Ende der Probezeit einen Wechsel markierte. Es bedeutete, dass ich bereits länger hier war als an irgendeinem anderen Ort seit Pattaya. Auch signalisierte es den Wechsel von der zeitlich begrenzten Probezeit zur unbefristeten Festanstellung – meine erste seit beinahe 10 Jahren!!
Zudem brachte es die Mentoringphase der Neulinge zu einem Ende und mitten in dem ganzen Trubel ist auch noch meine Mitbewohnerin ausgezogen.
Ich muss schon sagen, dieses ‘Alleine-sein’ ist mir am Anfang ganz schön schwergefallen. Ich mein, ich kann die Male die ich in meinem Leben wirklich alleine gelebt habe an einer Hand abzählen und selbst dann bleiben noch Finger übrig. Dieses Mal lerne ich mich dem zu stellen, es nicht nur hinzunehmen, sondern es auch anzunehmen. Es geht langsam voran und ist oft schmerzhaft, doch durch die Tränen kann ich nun Sein Gesicht sehen. Das Angesicht dessen, der mich völlig umgibt, der mich leitet, hält, formt und führt. Der mich LIEBT zu jederzeit und durch alle Umstände hindurch. Der seit 32 Jahren treu an meiner Seite läuft, meine Hand hält und mir Rückendeckung gibt. Der mich niemals aufgibt und niemals aufhört mich in Staunen zu versetzen.
Anfang des Monats hatte ich mein 18. Taufjubiläum. Da ich zu dem Zeitpunkt als ich IHN in mein Leben einlud zu jung war um mich an ein konkretes Datum erinnern zu können, hab ich mir angewöhnt, diesen Tag ein wenig zu feiern. 18 Jahre. Was für eine lange lange Zeit. Durch jeden Fehler, Fehltritt, Umweg, Erfolg, Sieg, Fortschritt, gelernte Lektion, durch Schmerz und Heilung, Traurigkeit und Freude, Tränen und Lachen ist ER dabei gewesen.
Im Moment erstaunt Er mich kontinuierlich mit dem Geschenk von Freunden/Freundschaft. Für jemanden, der immer darauf bedacht war Beruf- und Privatleben soweit wie möglich getrennt zu halten, ist es schon etwas komisch sich seinen Kollegen so nah zu fühlen. Zum ersten Mal sind sie nicht nur Kollegen und Mitarbeiter, sondern Freunde. Und es sind nicht nur ein paar einzelne Personen, sondern mehr oder weniger das komplette Team und wir sind mittlerweile 18 Leute (1 Teamleiter, 1 Spezialist, 1 Level 2 Agent und 15 ‘Agenten’). Das war ja schon erstaunlich (das wir alle so super miteinander auskommen) als wir ersten fünf letzten Herbst hier zusammen angefangen haben. Natürlich waren wir bei jeder Gruppe ‘Neulinge’ erst mal ein wenig vorsichtig und jedes Mal haben sie voll mit rein gepasst.
Ich mein, ‘meine’ Jungs Pablo, Marco und Jerome hatte ich praktisch vom Fleck weg als meine Ersatzbrüder adoptiert und auch die vier Mädels waren/ sind eine tolle Ergänzung. Vor zwei Wochen durfte ich dann wieder mal ein bisschen Mentoring machen – für unsere jüngsten Neuzugänge: 2 Deutsche – Agatha und Michael und eine Dänin, Mie. Mehr weiß ich bisher noch nicht von ihnen.
Genug couch-talk für heute. Irgendwie war ich letzten Monat nicht dazugekommen einen richtigen Familienabend zu veranstalten, denn praktisch jedes Wochenende oder zumindest jedes 2. war bereits angefüllt mit Team-“Stammtisch” (wird einmal im Quartal offiziell von der Firma gesponsert), Internationalen Parties und Ende Mai unsere jährliche Sommerparty, so dass wir einfach nicht dazu gekommen sind. Dafür hatte ich dann ein paar kleinere ‘Abende’, welche mindestens genauso schön waren.
Dieses Jahr fand die Sommerparty, das PayPal “Gathering”, in Anlehnung an das offizielle “the Gathering” das dieses Jahr in ganz Irland stattfindet, im Guinness Storehouse in Dublin statt. So konnten wir das Irische Treffen auf traditionelle Irische Weise feiern sozusagen. Ein toller Veranstaltungsort, gutes Essen , Guinness ohne Ende und die Gesellschaft war auch nicht übel
Hier sind ein paar Fotos, um euch einen kleinen Eindruck zu gewähren:
Tja und der Juni ist inzwischen völlig an mir vorbei gesaust… Highlight war natürlich Rahel’s Besuch letztes Wochenende. Dabei haben wir gleich am ersten Abend noch einen Familienabend mit leckerem Thai Green Curry integriert.
Soviel für heute, ich hoffe ihr lasst es euch gutgehen
und ich wünsche allen schon mal eine erholsame Ferienzeit
liebe Grüße,
Hanna

Donnerstag, 25. April 2013

Es wird Frühling…

Er ist da! Er ist da! Der Frühling, er ist da! Dieses Jahr hat er wirklich lange genug auf sich warten lassen. Es ist inzwischen Ende April und letzte Woche konnte ich endlich meinen Wintermantel in den Schrank hängen und habe ihn seit dem auch nicht mehr gebraucht.
Ende März/Anfang April hatte ich ein sehr schönes und entspanntes Osterwochenende bei meiner Familie in Mainz. Gottesdienst und ein Pomp besuch waren auch mit dabei. Obwohl der Besuch wie so oft viel zu kurz war, so hat es doch gut getan, meine Eltern und Geschwister zu sehen (ich konnte diesmal tatsächlich alle sehen, was leider nicht immer klappt), Zeit mit einer lieben Freundin zu verbringen und auch einfach die alte Heimat einmal wieder zu sehen.
Zum 1.April war dann auch meine Probezeit rum. Das offiziell abschließende Gespräch hatte ich vor 2 Wochen mit meiner Teamleiterin. Einziger Bedenkpunkt war meine Abwicklungs-/Bearbeitungszeit. Eigentlich hätte es ja ein negativer Punkt sein sollen bzw. es hätte unter Umständen sogar zu einer verlängerten Probezeit führen können, doch meine Teamleiterin hat sofort jegliche Fragen, Bedenken, etc. vom Tisch gefegt sowohl mir als auch ihren eigenen Vorgesetzten gegenüber.
Sie meinte, sie habe zusammen mit unserer Spezialistin gleich erkannt, dass dies hauptsächlich darauf zurückzuführen war, dass ich einen Großteil des Quartals mit dem Mentoring der Neulinge verbracht habe, was ich ja wie bereits erwähnt, liebend gerne gemacht habe, gleichzeitig hat es jedoch meine ‘Produktive Zeit’ beeinträchtigt, in dem Sinne, dass ich einfach viel weniger davon hatte als normal. Wie sagte sie so schön: “Aber dafür übertriffst Du in allen anderen Punkten/Bereichen die Erwartungen bei weitem – 150%, 200%”. Na, das ging runter wie Öl. Ich dachte ja eigentlich, dass ich einfach nur normal meine Arbeit mache, welche mir ohnehin schon Spaß macht, was an sich schon Belohnung genug ist. Trotzdem ist es schön so wahrgenommen zu werden. Und wenn dann noch 4 von 5 Qualitätskontrollen 100% in der Bewertung bekommen. Na, da brauch man sich nicht zu verstecken
Vier Tage nach meinem Besuch in Deutschland hatte ich meinen nächsten Familienabend. Im Gegensatz zu der ersten kleinen gemütlichen Runde, war die Bude dieses Mal voll gepackt. Bis auf Pablo, für den die Anfahrt aus Dublin ein wenig zu weit war, Marco, der am nächsten morgen 3Uhr seine Freundin zum Busbahnhof bringen musste und Olga, die last-minute-Kinderhütungsschwierigkeiten hatte, war mein komplettes Team da (Teamleiter, Spezialisten usw. nicht mitgerechnet). D.h. wir waren mit Anika, Ayuna, Kasia, Nancy, Andrei, Markus, Jerome und mir 8 Leute. Eine fröhlich-laute Gruppe mit leckerem Essen, es gab Chili Con Carne à la Hanna, gutem Wein und netter Unterhaltung.
Nachdem alle gesättigt und diverse Rezepte- (Rezept, was ist das?) anfragen beantwortet waren, sind wir in die ‘Stadt’ gezogen um die bestandene Probezeit von Andrei, Anika, Markus, Olga und mir zu feiern. Im ‘the garden’ (in Anlehnung an Garten Eden) hatten wir trotz etwas fragwürdiger Musikauswahl noch einen tollen Abend, der nur leider viel zu lange ging. Leider deshalb, weil ich am nächsten Morgen oder sollte ich besser am gleichen Morgen sagen :) arbeiten musste. 2 Stunden Schlaf+ 10 Stunden Arbeit = extra viel Kaffee!!
Die letzten knapp 3 Wochen waren dann erstmal etwas ruhiger, von einem Besuch im Crowne Plaza mit Andrei, Olga, Markus und Jerome um das Spiel Barca vs PSG zu schauen mal abgesehen, war nicht viel los. Wer weiß, vielleicht lag es an der Champions League- Pause … die Spiele diese Woche waren ja echt der Hammer, wenn auch ein bisschen surreal. Das Spiel Bayern – Barca hab ich noch zu Hause auf einem französischen Stream geschaut (die dt. Sender haben leider nur Mittwochs ihren CL-Sendetag, hat was mit der Rechteverlosung zu tun) und gestern Abend haben wir Dortmunds oder sollte ich sagen Lewandowskis Triumphstunde live im Pub mit erlebt. Zu Beginn waren wir so etwa unser halbes Team, es war lustig zu sehen, wie sich dann so nach und nach die weniger Fußball-interessierten verabschiedet haben… dafür haben sich dann im Laufe des Spiels erst Nancy und später noch Jerome dazugesellt, wovon wenigstens einer auch am Spiel interessiert war… wie gesagt es war surreal. Erst 4:0 und dann 4:1 gegen 2 der besten und stärksten Teams Europas, gefreut haben wir uns natürlich trotzdem wie die Schneekönige bzw. die Kobolde (irische Leprechauns), besonders über das Dortmund Ergebnis.
Ihr seht, der Einfluss meiner Freunde hier, insbesondere der männlichen, macht sich bemerkbar – es kann ja schlecht angehen, dass die ‘meine’ Teams (05/BVB) besser kennen als ich… wie ihr euch denken könnt sind bei einem Italiener, einem Spanier, einem Franzosen und einer Deutschen die gegenseitigen Rivalitäten und Kappeleien vorprogrammiert, wir haben aber auch jede Menge Spaß dabei.
Gestern ist übrigens meine “kleine” Schwester Rahel 17 Jahre alt geworden. D.h. nun wirklich gar nicht mehr so klein. Meine Güte wo ist nur die Zeit geblieben? War sie nicht gestern noch in der Grundschule? Unglaublich. :)
So, jetzt wird es langsam Zeit fürs Abendessen. Verabschieden möchte ich mich wie so oft mit einem Liedauszug. Dieses Lied hat mir, als ich in Rahels Alter war viel bedeutet und ich habe es gerade vor ein paar Tagen wiederentdeckt. Es heißt “Inside of you” und ist von John Schlitt
Inside of you
There’s a heart full of dreams
Like the gold in a stream to be uncovered
Inside of you
Lies a soul made to shine
Yes, a child meant to fly and discover
All the wonders God can do
Inside of you

zu deutsch (frei übersetzt)
In Dir
Ist ein Herz voller Träume
wie das Gold in einem Bach das noch geschürft wird
In Dir
Liegt eine Seele geschaffen zu leuchten
Ja, ein Kind das fliegen und entdecken soll
All die Wunder die Gott tun kann
In Dir

Samstag, 23. März 2013

Vom Mentee zum Mentor

Unglaublich, wenn man bedenkt das morgen bereits die Palmwoche beginnt und hier tobt inzwischen seit 3 Tagen ein Sturm. Ich kann euch sagen, bei dem Heulen und Jaulen da draußen kann einem manchmal ganz schön anders werden.
Ein paar Tage nach meinem letzten Eintrag wurde ich von meiner Teamleiterin gefragt, ob ich bereit wäre das Mentoring für die neuen Neulinge mit zu übernehmen. Klar, war ich das. Zunächst war ich natürlich hauptsächlich geehrt gefragt zu werden, besonders da ich ja eigentlich selber noch zu den Neulingen zählte. Wie sich herausstellen sollte, war dies ein echtes Geschenk des Himmels. Ich hatte völlig vergessen, wie viel Spaß und Freude mir mentoring bereitet und ja, auch das es mir liegt. Vielleicht ist es der ‘große-Schwester-Instinkt’? Denn darin habe ich ja reichlich Erfahrung.
Gleichzeitig war es auch ermutigend zu sehen, wieviel ich job-mässig in den letzten Monaten gelernt habe. Ich kann mich erinnern, wie ich am Anfang immer total beeindruckt war, wenn ich unseren einzigen erfahreneren Kollegen um eine zweite Meinung in Bezug auf einen Fall oder eine bestimmte Website gefragt habe und er mit einem Blick erkennen konnte, wie die Sachlage stand. Und plötzlich war ich die ‘erfahrene’ Kollegin, die mit einem Blick einen Fall entscheiden konnte (natürlich nicht immer)… verrückt. Wenn mir das mentoring an sich schon Spass gemacht hat, so wurde dies noch um ein vielfaches davon unterstrichen, dass ich mit einem echt tollen Team arbeiten durfte.
Da ist zunächst Sara, Italienerin, verheiratet (mit einem Iren) und Mutter von 3 Söhnen. Sie arbeitet bereits seit etwa 1,5 Jahren in der Firma und hat nun in unsere Abteilung hineingewechselt. Und dann kommen ‘meine’ drei Jungs, auch wenn es eigentlich junge Männer sind, keine Jungs:
Marco, 29, auch Italiener aus Cagliari, Sardinien; Jerome, 27, aus Toulon, Frankreich (ursprünglich von Korsika) und Pablo, 26 aus Spanien (mir will leider gerade nicht einfallen, wo genau in Spanien er herkommt). Wie ihr euch denken könnt, ist diese Kombination ein geballtes Charmepaket . An Italiener und die italienische Art bin ich ja gut gewöhnt, aber jetzt noch dazu einen Spanier und einen Franzosen… puh
Aber im Ernst, ich bin mir sicher, dass auch sie ein Geschenk sind. Mir war gar nicht bewusst gewesen, wie sehr ich es vermisse, männliche Freunde zu haben. Freunde mit denen man abhängen, blödeln, sich gegenseitig aufziehen kann und gleichzeitig so eine totale (gegenseitige) Annahme da ist, sowohl als Mensch, Kollege und auch als Frau/Mann. Danke Jesus!!
Scheinbar muss ich gutes Feedback für das Mentoring bekommen haben, denn das Mentoring dieser ersten Gruppe war noch nicht rum, da wurde ich bereits gefragt, ob ich nicht auch das Mentoring für die nächste Gruppe übernehmen könnte und ein paar Tage später hat mich meine Teamleiterin für ein weiterbildendes Seminar in dem Bereich angemeldet. Und das alles vor Ablauf der Probezeit!
In dem ganzen Trubel mit Mentoring, Nesting (so nennen wir die Übergangszeit vom Mentoring zum Produktive sein), Seminar, neue Teamleiterin usw. bin ich irgendwie mit einem Mal so voll hier angekommen. Irgendwo in all dem wurde dieser Ort, meine Wohnung…. von einem Wohn-und Schlafplatz zu einem Zuhause. Wer mich kennt, weiß, dass ich das schon viel zu lange nicht mehr gehabt habe.
Dabei ist in den letzten zwei Wochen eine, wie ich meine Gott-inspirierte, Idee entstanden. Im Prinzip ist es ganz einfach, simple beinahe und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen merke ich, dass Gottes Hand darauf liegt. Die Idee ist hier bei mir ein offenes Haus (ok Wohnung) entstehen zu lassen. In einem Gespräch mit meiner Mitbewohnerin Rosa, ging mir mit einem Mal auf, dass durch die vielen neuen Stellen die meine Firma hier vor Ort am schaffen ist, jeden Monat haufenweise neue Leute in die Stadt kommen. Menschen, die allesamt neu, fremd und allein hier sind.
Ich kann ihr Zuhause, ihre Familien etc nicht ersetzen, doch ich kann sie mit einem leckeren ‘home cooked’ Essen, einer ein wenig heimischen Atmosphäre, offenen Armen und einem offenen Herzen willkommen heißen. Wie mein alter Leitspruch ‘be his heart’ praktisch umgesetzt.
Der erste Schritt ist inzwischen getan, letzten Samstag, also heute vor einer Woche, hatte ich meinen ersten Familienabend. Ich muss zugeben, nach dem die Idee geboren war, habe ich erst noch einige Tage rumgedruckst, irgendwo, irgendwie war dieser kleine Schritt wahnsinnig groß für mich. Doch dann habe ich mir selbst sozusagen einen Stubser gegeben und kurzerhand die erste Einladung gleich fürs nächste Wochenende verschickt, danach gab es kein Zurück mehr.
Von den vier die ich eingeladen hatte (ich muss erst noch mehr Teller besorgen, um mehr einladen zu können ), haben drei – Olga, Marco und Jerome - gleich zugesagt, leider musste Olga dann im letzten Moment wegen einer Familienangelegenheit absagen. So waren es an meinem ersten Familienabend, den ich in weiser Voraussicht einen Probelauf getauft hatte, nur Marco, Jerome und ich.
Ich muss ja gestehen, dass ich vorher schon etwas aufgeregt und nervös war, hauptsächlich wohl weil ich so mittendrin war neue Menschen in mein Haus, mein Herz zu lassen… ehrlich, ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, überhaupt kochen zu können, bis mir eingefallen ist, dass ich ja mal vor langer Zeit eine Küche für 50+Leute geleitet habe (in Norwegen).
Glücklicherweise war auf meine Jungs und mehr noch, auf meinen Gott! Verlass und so wurde der Abend ein voller Erfolg. Es war völlig entspannt und locker, wir haben erzählt, gelacht, ein bisschen Fussball geschaut, beinahe zu Essen vergessen, und einfach Gemeinschaft gehabt. Den beiden scheint es auch gefallen zu haben, denn sie wollten am Ende gar nicht mehr weg Ich hatte auch Gelegenheit eine offene Einladung auszusprechen und es gibt schon Pläne für den nächsten Familienabend.
Auch wenn es erst ein kleiner Anfang ist, bin ich doch froh und Gott unendlich dankbar dafür und gleichzeitig wahnsinnig gespannt, wie sich das weiterentwickelt und zu sehen was Gott da noch so alles bereit hält.
Soviel für heute. Vielleicht sieht man sich nächste Woche in Mainz, denn ich bin von Gründonnerstag (28.03.) bis Osterdienstag (02.04.) bei meiner Familie zu Besuch.
Ich wünsch euch Gottes unermesslich guten Segen mit einem Liedauszug von kutless:
“Es gehört ohnehin alles Dir. Du gabst mir Leben um es weiterzugeben. Es gehört ohnehin alles Dir. Es ist alles Deins. Mit Deinem Blut hast Du mein gebrochenes Herz freigekauft. So hier bin ich, nimm alles. Es ist ohnehin alles Deins. Du gabst Dein Leben um mich zu retten. Mein Leben gehört Dir.”
bis demnächst-
hanna

Freitag, 11. Januar 2013

Neujahrsgrüße aus Irland

Viele Tassen Kaffee sind bereits durch meine nicht mehr ganz so neue Kaffeemaschine gelaufen, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Inzwischen hat sich ein Jahr verabschiedet und ein Neues Einzug gehalten. 2013. Wie das klingt! Könnt ihr euch noch an die Aufregung zum Jahrtausendwechsel erinnern? Und jetzt ist das so normal geworden –
Doch jetzt lasst mich einmal überlegen, wo ich stehengeblieben war… ah ja, genau, das Hunderennen
Das war Mitte November – seitdem ist einiges passiert. aber immer schön der Reihe nach…
Anfang Dezember war ich für ein paar viel zu kurze und dennoch sehr geniale Tage in Deutschland.
1 Tag+ Nacht bei meiner Familie in Mainz und dann 2 Tage+Nächte in Ennepetal auf der alljährlichen ChristmasRockNight. Auch beim bereits 8. Besuch war es wie auch die 7 Male davor einfach toll! Inklusive Gottesdienst mit Kevin Young von disciple. Ein paar hautnahe Begegnungen mit Gott waren da bisher noch jedes Mal mit dabei. Mit dabei waren auch wieder meine vor 2 Jahren (CRN 2010) neu entdeckten Lieblinge Children 18:3 mit ihrem kreativen PunkRock sind sie immer für eine Menge Spass zuhaben und trotzdem schaffen sie es auch eine Botschaft mitrüberzubringen. Echt gesegnet! Natürlich durften auch die anschließenden Besuch im Uhlenspiegel nicht fehlen.
Eine Woche später hatten wir unsere Firmenweihnachtsfeier, allerdings auf einer etwas anderen Skala. Etwa 900 Leute waren anwesend. Da der Standort in Dundalk noch so klein ist (bisher erst 216 Mitarbeiter) wurden wir kurzerhand nach Dublin eingeladen, was dem ganzen natürlich gleich nochmal etwas extra Flair gegeben hat. Hier ein kleiner Eindruck:

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Vorspeise








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Ich mit meinen Kolleginnen Olga (mitte) und Anika (rechts)






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Hauptgang









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Dessert










 und dann stand auch schon Weihnachten vor der Tür.
Es war schon ein bisschen komisch, so ganz ohne Familie, Freunde… doch wenn die Arbeit ruft… wenigstens den Weihnachtstag hatte ich frei. Gott sei Dank gibt es skype, damit konnte ich am Heiligen Abend gemütlich mit meiner Familie klönen. Besonders versüßt wurde mein Weihnachtsfest auch durch ein Überraschungspaket, dass ein paar liebe Freunde auf den Weg geschickt hatten und welches durch einen glücklichen ‘Zufall’ genau am Heilig Abend bei mir ankam!!


Sylvester kam dann mein erster Besuch in die Wohnung. Gemeinsam mit Anna hatte ich einen gemütlichen Start ins Neue Jahr 2013. Leider musste ich auch hier die meiste Zeit arbeiten, trotzdem hatten wir ein paar sehr nette und gediegene Tage zusammen. Am Donnerstag machten wir einen kleinen Ausflug nach Blackrock einem kleinen Dorf an der See nicht weit von Dundalk – inklusive einer kleinen Zeitreise mit Belle’s Tea Room  
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Echtes Porzellan und eine gußeiserne Teekanne!


Vor 2 Tagen ist dann meine neue Mitbewohnerin eingezogen. Rosa Maria heißt sie, ist 35 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Madrid in Spanien. Am Montag wird sie offiziell auch meine Kollegin, denn da beginnt sie ihr Training in unserem spanisch-sprachigen Kundendienst. Auch wenn es natürlich erstmal eine Umstellung ist, so ist es doch schön wieder Gesellschaft in der Wohnung zu haben.

So jetzt muss ich los, es wird Zeit das ich etwas mehr Geschirr, sprich Teller, Tassen usw. für die Wohnung besorge, denn das kleine Sammelsurium das ich bisher habe, hat mir zwar gute Dienste geleistet, ist für 2 Leute aber doch etwas wenig.
Verabschieden möchte ich mich für heute mit dem Monatsvers für Januar 2013:
“Du führst mich den Weg zum Leben. In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude; aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.” Psalm 16,11

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderbares, spannendes, herausforderndes, friedvolles, Gott-durchdrungenes Jahr 2013.

Alles Liebe aus Irland,
hanna

Samstag, 17. November 2012

von Hunderennen und anderen Dingen

Ich schaue gerade aus meinem Fenster und sehe, dass sich eine Art Wolkendecke auf die Berge gelegt hat. Das sieht irgendwie grad voll cool aus, da obendrüber blauer Himmel ist und nur direkt auf dem Bergkamm eine Wolkenschicht ist, wie so eine flauschige, fluffige Wolle-flocken-decke.
Nachher geht es nochmal einkaufen – es kommt endlich eine Kaffeemaschine! whoopie.. doch vorher habe ich noch ein bisschen Zeit euch wieder auf den neuesten Stand zubringen. Euch “upzucatchen”
Vier Wochen bin ich bereits in meiner neuen Wohnung hier am Táin Court und so langsam aber sicher kommen die Sachen zusammen. Bei mir kam Weihnachten etwas früher dieses Jahr – den diese Woche kam ein Paket von zuhause mit lauter tollen Sachen – Pfannen, Besteck, Küchen-und Brotmesser, Kochlöffel, Tischdecke, Geschirrtücher, Stollen, Lebkuchen, usw. Da ist für die Adventszeit schon mal vorgesorgt.
Tja, wie es aussieht werde ich auch erstmal ein Gästezimmer haben, da sich mit Mitbewohnerin gerade irgendwie nichts am tun ist. Ich hatte inzwischen 3 ernsthafte Interessenten und alle 3 sind im letzten Moment doch abgesprungen. Eine davon erst am geplanten Einzugstag! Natürlich hat das auch den Vorteil, dass sich dadurch wie bereits erwähnt ein Gästezimmer ergibt und sich der erste Besuch bereits für Sylvester/Neujahr angemeldet hat.
Mittlerweile sind wir (mein Team – wir haben alle zusammen am 01.10. angefangen) bereits unsere 3.Woche “live”. Es waren auch schon einige interessante Fälle dabei und teilweise ist es auch recht bildend, sei es das man dort recht schnell ein Auge für Fälschungen/ Nachahmer-waren entwickelt. Das ist mir die Woche aufgefallen, als ich privat nach etwas im Internet am schauen war und dabei bei einer Seite auf einen Blick erkennen konnte, dass das Fälscher sind. Oder auch im Bereich von Waffen lerne ich so langsam verschiedene Unterschiede zu erkennen, wo ich dann z.B. allein am Preis oder einem Kürzel hintendran sehen kann, dass es sich nur um eine Schreckschusspistole handelt. Oder was eine gangbang-party ist. Wer nicht weiß was es ist, hat absolut nichts verpasst. Interessant fande ich dabei, dass meine beiden männlichen Kollegen sofort wussten wovon die Rede war, während wir 3 Frauen sozusagen verdutzt in die Röhre geschaut haben….
Vor 2 Wochen hatten wir unseren ersten Betriebsausflug. “Ein Abend bei den Hunden”.  Wir waren hier im örtlichen Stadium für einen Rennabend – 8 Pferderennen und 8 Hunderennen (greyhounds). Pferderennen kannte ich ja schon von Ascot letztes Jahr, aber so ein Hunderennen ist doch nochmal was ganz anderes, vor allem auch viel lustiger. Es war schon sehr unterhaltsam 6 Hunde wie die wilden hinter so einem mechanischen Hasen her hechten zu sehen.
Leider habe ich nur einen clip von den Pferden. Bei den Hunden hat man nur einen verschwommenen Flecken gesehen
Ok, so langsam macht sich der Hunger bemerkbar, somit mach ich mich jetzt wohl besser auf den Weg in die Stadt…
alles Liebe,
hanna

Sonntag, 21. Oktober 2012

Nest gefunden

3 Wochen bin ich bereits in Irland. Gestern morgen bin ich dann mit etwas Hilfe aus der örtlichen Gemeinde umgezogen bzw. eingezogen. Meine erste eigene Wohnung seit über neun Jahren!. In Thailand hatte ich zwar mal kurz eine eigene Unterkunft, aber das war mehr ein möbliertes Zimmer.
Mein neues Zuhause ist eine 3ZKBB! d.h. 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer, kleine Küche, Bad und als extra Bonus ein Balkon! woopie! Und das Beste – Wohnzimmer und Balkon haben ein bisschen Meeresblick!!!  In ein paar Monaten werde ich dann vielleicht die Tageszeit am Wasserstand erkennen können.
Gestern Abend habe ich noch eine letzte Nacht im Hotel inklusive einer Runde Bierchen und “Irish Flag” mit Anika und Markus, den beiden anderen Deutschen im Team. Heute morgen gab es dann noch einmal leckeres Frühstück hier im Hotel und jetzt heißt es goodbye Crowne Plaza, hello Táin Court!
Gerade im Moment sitze ich in der Hotel Lobby und benutze noch die letzten Minuten Internet. Denn es wird wohl ein bisschen dauern bis in meiner Wohnung Internet bekomme. Emails kann ich auf der Arbeit checken, aber für alles andere bin ich erstmal auf Internet cafes bzw. Cafe’s mit Wifi (Wlan) angewiesen.
Doch jetzt stehen erstmal dringendere Sachen an, schließlich muss ich ja einen kompletten Haushalt einrichten. Das sind dann so die ganzen Kleinigkeiten an die man vorher überhaupt nicht denkt wie z.B. Töpfe, Teller, Tassen, Geschirr, Wasserkocher, Wasserfilter, Kaffeemaschine, kleine Teppiche um den Boden (Parkett) etwas wärmer zu machen... usw. usw.
Letztes Wochenende habe ich schon Bettwäsche, gestern dann Bettdecke und Kopfkissen gekauft. Wenigstens sind die wichtigsten Möbelstücke schon da. Die Wohnung kam nämlich komplett mit Bett, Kleiderschrank, Kommode, Nachttisch, Schreib-/ Computertisch, Esstisch, Stühle, Couch, Fernsehtisch, Waschmaschine, Spülmaschine und einer kompletten Küche.
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jetzt wird nochmal ein bisschen geskypt…
liebe grüße,
hanna

Samstag, 6. Oktober 2012

erste Woche auf der grünen Insel

so, die erste Woche in Irland, der neuen Arbeit, des Trainings usw. ist überstanden. Ich muss schon sagen, ich bin ziemlich überwältigt von der schieren Größe dieses Unternehmens. Ich mein, paypal an sich ist mir ein Begriff seit es bei ebay als eine der Zahlungsoptionen eingeführt wurde und ich benutze es selber bereits seit 10 Jahren. Allerdings macht man sich ja so oft kaum Gedanken um den ganzen Apparatus der hinter den diversen Diensten steckt die wir in Anspruch nehmen.
Im Moment geniesse ich noch meinen Aufenthalt im Crowne Plaza hier in Dundalk. Das ist das Hotel in dem sie uns “Auswärtigen” untergebracht haben. Ich habe einen tolles Zimmer mit Blick auf die Irische See, nettes und hilfsbereites Personal und lecker Frühstück auf das wir uns bereits schon am Vorabend immer freuen.
Naja, und als jemand der selber schon in diversen Hotels gearbeitet hat, da neigt man natürlich dazu ein bisschen genauer hinzuschauen.
Was das Einleben angeht, habe ich bereits eine passende Gemeinde gefunden, seit Donnerstag habe ich eine Irische Telefonnummer, seit Freitag ein Irisches Bankkonto und eine PPS-Nummer (für die Steuern) habe ich auch schon beantragt und sollte sie nächste Woche erhalten. D.h. mir fehlt nur noch eine ‘Unterkunft’. Dies bezüglich habe ich heute nachmittag noch 1-2 Besichtigungen, wollen wir hoffen das da etwas vernünftiges dabei ist.
Ansonsten freue ich mich schon auf nächste Woche, welche uns eine etwas detailiertere und genauere Vorstellung von unserem job/Aufgaben geben wird. Diese Woche war gut zum kennenlernen, und um mehr über das Unternehmen, seine Geschichte und Zukunftsaussichten zu erfahren und einen ersten Einblick in einige unserer zukünftigen “Werkzeuge” zu gewinnen. Ab Montag erhalten wir dann ein Abteilungsspezifisches Training, was bestimmt sehr spannend wird, da wir doch bisher noch sehr vage Vorstellungen davon haben wie genau unsere Arbeit aussehen wird.
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                    Ausblick von meinem Hotelzimmer
also, ich halte euch auf dem laufenden.
Lieben Gruß,
Hanna

Dienstag, 25. September 2012

Wandervogel setzt zur Landung an…

nur noch ein paar Tage dann ist es soweit.
Wer meinen letzten Post gelesen hat, kann vielleicht schon ahnen wo es hingeht.
Kleiner Tipp: das Land ist bekannt für seine Schafe, ein bestimmtes schwarzes Bier und viel Regen – was dem Land bzw. der Insel seine überwiegende Farbe gibt: GRÜN.
Richtig geraten: Irland – die grüne Insel. Was bedeutet, das auch die letzte Etappe in dem Bewerbungslauf bei paypal erfolgreich war. Drei Tage nach meinem letzten Post erhielt ich den telefonischen Bescheid, dass der Vertrag bereits in der Bearbeitung sei, 2 Tage später befand er sich in meinem elektronischen Postfach.
Mein neuer Wohnort heißt Dundalk im County Louth, Heimat der Musikgruppe “The Corrs”. Geografisch liegt es im Nordosten der Republik, ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Dublin und Belfast, nur etwa 10 km von der Grenze zu Nordirland entfernt.
Los geht’s am 1.Oktober mit einem 3-wöchigen Training in Dublin. Danach noch 1 Woche im Hotel in Dundalk zum Zimmer-/Wohnung-suchen. D.h. ich verlasse Deutschland am 29.09. abends von Frankfurt Flughafen.
Bin ja schon mal gespannt, was mich dort erwartet. Ich halt euch auf dem Laufenden.
Lieben Gruß,
hanna

Montag, 3. September 2012

Ich land immer nur bei dir…

(Ich land immer nur bei dir...) Ab heute wird alles anders sein. Ab heute nehm ich es in meine Hände. Am besten ich schaff es ganz allein. Das kann doch nicht so schwierig sein. Ich geh von dir weg, weg, wieder weg, du glaubst gar nicht, was ich noch alles ausheck. Als hätt ich das nötig, dass ich hier verreck, ich wette mit dir, ich land nicht im Dreck. Weg nur weg in das beste Versteck, leck mich doch ich geh nicht zurück. Ich sage dir, ich schaff es noch, doch... Ich land immer nur bei dir!Ich land immer nur bei dir!   ... bei dir!Ich land immer nur bei dir! Ich land immer nur bei dir!   Ich land immer nur bei dir!  Land immer nur bei dir!... Alles, was ich heute brauch, bin ich.Ich steh doch schließlich schon auf eignen Füßen. Glaub bloß nicht, ich schaffs nicht ohne dich. Ich sags dir ins Gesicht: Ich ziehs durch und ich laufe heut fort. Quatsch, nein, ich bin nicht verbohrt. Denn ich kann es allein, da hast du mein Wort, kein Wort von dir, ich verlasse diesen Ort. Ich hab es schließlich selber drauf, rekordverdächtig wird mein Lauf! Ich schwör dir echt, ich schaff es noch, doch... Ich land immer nur bei dir! Ich land immer nur bei dir!   ... bei dir!Ich land immer nur bei dir! Ich land immer nur bei dir!  Ich land immer nur bei dir!  Land immer nur bei dir!... Ich weiß jetzt, ich brauch dich,kann nicht ohne dich- ich land immer nur bei dir!Ich weiß jetzt, ich brauch dich,ich stecke in der Scheiße hier, dochich land immer nur bei dir! Jesus!
Ein altes Lied über das ich letzte Woche gestolpert bin und dabei hatte es denn “hoppla”-Effekt. Irgendwie ist es ernüchternd und ermutigend zugleich… diese Erkenntnis, dass egal wohin ich gehe, renne, was ich auch anstelle, ich am Ende doch immer wieder bei IHM lande. Mehr noch er nimmt mich immer wieder an.
Doch nun zum eigentlichen “update”… inzwischen bin ich seit gut 5 Monaten auf Stellensuche. In dieser Zeit habe ich bestimmt an die 100 Bewerbungen rausgeschickt, habe unzählige Emails geschrieben, Telefonate geführt und auch einige Vorstellungsgespräche gehabt. 90% davon in Deutschland, die restlichen 10% in Österreich, Schweiz. Doch irgendwie war der Wurm drin.
Viele haben direkt abgesagt, andere schienen erst sehr interessiert, nur um dann doch von heute auf morgen ohne erkenntliche Gründe abzusagen. Wieder andere kamen wir nach einigen Gesprächen so suspekt vor, dass ich ihnen absagen musste.
Die Vorstellungsgespräche an sich liefen alle toll. Doch in München hab ich meine Stimme verloren und ich kam mit Asthma zurück! Während ich in Hamburg war, ging zuhause mein Laptop von jetzt auf gleich kaputt (Festplatte fetz!) In Köln holte ich mir einen Sonnenstich…zudem ließ mich mein letzter Arbeitgeber aus Österreich, die mir eigentlich eine Stelle für den Sommer sicher zugesagt hatten, sitzen.
Gleichzeitig war diese Zeit eine Lektion im Durchhalten und nicht klein beigeben. Denn mir war und ist es wichtig, endlich eine längerfristige Stelle zu finden und eben nicht wieder nur eine Saisonstelle. Ich kann euch sagen, es war nicht immer leicht, die Hoffnung am Leben zu halten. Glücklicherweise ist die Hoffnung von Natur aus hartnäckig und stur und nicht darauf eingestellt aufzugeben.

Vor gut 2 Wochen nach einem neuerlichen “Sieg der Hoffnung” beschloss ich meine Suche auf das Ausland generell auszuweiten und auch gleichzeitig mein Profil sprich mein Stellengesuch wieder einmal zu aktualisieren (damit es wieder oben in der Liste erscheint – je länger es aktiv ist, desto weiter nach unten rutscht es…).
Keine 12 Stunden später erhielt ich ein Angebot von den Talentsuchern bei paypal!
Natürlich muss(te) ich trotzdem erst noch deren Bewerbungsprozess durchlaufen. Heute, 13 Tage später, habe ich bereits, 3 Telefongespräche, 2 Sprachtests, 1 Skype-Intervies/test und 1 Schriftlichen Test hinter mir. Bisher habe ich alles super bestanden. Jetzt fehlt nur noch der Referenz- und Hintergrundcheck, welche gerade im Gange sind. Sobald diese durch sind, geht der Vertrag raus!!!!

Ein UNBEFRISTETER Vertrag, mit gutem Gehalt + Sozialleistungen.
Extra Bonus: Die Stelle ist in Irland!

Und das bringt mich wieder an den Anfang dieses Posts- Ich land immer nur bei dir – Jesus! Ohne dich geht gar nichts. Denn in diesem letzten Hoffnungssieg von dem ich da eben geredet habe, hat Psalm 13 eine große Rolle gespielt (der 1. und der 2.Teil!). Mehr Infos, details usw. wenn der Vertrag unterschrieben ist.
Seid gesegnet,
eure Hanna

Montag, 21. Mai 2012

Frühling in Mainz

20. Mai – der Tag bringt Erinnerungen hoch – am 20.Mai 1994 war ich auf meinem allerersten Rockkonzert und habe mein Herz verloren- an die Musik (-Richtung), die Band (PETRA) und die Konzert”luft”! und wenn auch seit dem nun mehr 18 Jahre ins Land gegangen sind und ich auf vielen tollen, herzerwärmenden großen und kleinen Konzerten gewesen bin, so hält diese Welt mein Herz noch immer.
18 Jahre – meine Güte, wo ist nur die Zeit geblieben? D.h. in 4 Monaten werde ich bereits 32! Verrückt!
Auch wenn ich ja inzwischen über den Schock der großen 3-0 hin weg bin, so erscheint es mir doch noch oft recht surreal.
Doch nun zurück zu meinem ‘jetzigen Leben’. Die Saison am Katschi habe ich gut überstanden und mittlerweile bin ich bereits seit einigen Wochen wieder in Mainz. Zwischensaison. Da stellt sich natürlich wie immer die Frage wie geht es danach weiter – kehre ich noch mal für eine Saison an den Katschi bzw. den Wörthersee zurück oder finde ich bis dahin noch eine andere Stelle? Bisher hat meine Stellensuche ja leider noch nichts passendes ergeben.
Eine Stelle in München war dabei, die hätte mir super gefallen, doch leider hatte ich für das Unternehmen nicht genug Erfahrung in Deutschland. Also heißt es weiterhin- Augen offen halten. So schön und idyllisch es auch in den Alpen oder in kleinen Orten wie Henley (England) ist, so würde ich doch langsam gerne mal wieder in einer richtigen Stadt leben und arbeiten. Wo man Möglichkeiten für Abend-, und Wochenendprogram, Gemeinden, Weiterbildungsmöglichkeiten usw. hat.
Na, mal schauen, noch habe ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass es “da draußen” eine passende Stelle für mich gibt.
Erschwert wird die Suche natürlich auch durch meine gesundheitlichen Einschränkungen. Besonders die Arthrose schränkt die Stellenauswahl ganz schön ein, da z.B. normale Rezeptionistinnenstellen bedingt durch das viele stehen komplett wegfallen. Und ich stelle fest, dass die meisten Unternehmen bei der Besetzung anderer Stellen dann doch um einiges wählerischer sind, bzw. diese oft auch gerne intern besetzt werden.
Na, wie gesagt, ich werde die Augen offenhalten und schauen was sich so ergibt.
Schließlich hat unser Vater, da ja auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Seid gesegnet mit
sonnigen Grüßen
eure Hanna

Dienstag, 31. Januar 2012

mein neues Dirndl

Ich hab nicht viel Zeit zum Schreiben, wollte ich aber dennoch wenigstens ein paar neue Fotos zeigen. :)






meine neue Arbeitskleidung! :o)




Mittwoch, 18. Januar 2012

Es grüßt der Katschberg

3,5 Wochen bin ich nun bereits hier am Katschberg auf der Katschberghöhe, einem Mini-Dorf, welches mehr einer Siedlung gleicht. Offiziell gehört es zu Rennweg am Katschberg und ist etwa eine halbe Stunde von Spittal an der Drau/Millstättersee entfernt. Oder anders es liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Salzburg und Villach.
Die Katschberghöhe liegt auf 1.641 m. ü. A. und besteht im Prinzip nur aus einer Ansammlung von Hotels, Pensionen, Gästehäusern und Skihütten. Es gibt 3 Skiverleih, eine Tourismusinformation, 1 Bankautomat, 16 Skilifte und 9 Hotels. 3 dieser 9 Hotels gehören meinem Chef und in einem bzw. zwei dieser drei Hotels arbeite ich als Rezeptionistin.
Ich weiß es ist verwirrend. Ich habe selber manchmal das Gefühl nciht mehr zu wissen, wo mir der Kopf steht. Eigentlich war ich für den Lärchenhof eingestellt worden. Bei meiner Ankunft hier auf der Katschberghöhe wurde mir dann mitgeteilt, dass ich jetzt doch für den Katschberghof eingeteilt wurde.
Nach einem ersten halben Morgen im Katschberghof wurde ich in Lärchenhof geschickt um dort die erste Woche eingewiesen zu werden. Schön und gut so war ich dann die ersten 5 Tage im Lärchenhof und eigentlich seit dem dann konsequent im Katschberghof.

Bis zu diesem Sonntag. Da stand kurz bevor ich in die Zimmerstunde gehen sollte, mein Chef vor mir und meinte ich solle doch bitte mitkommen ich solle jetzt sofort in den Lärchenhof gehen. Keine Erklärung, nichts. Gesagt, getan. Als ich dort ankam, war außer dem Chef nur noch Carina da, ein Mädchen das bis dato meines Wissens nach nur für die Kinderbetreuung zuständig gewesen war und von der ich dann erfuhr, dass sie schon seit ein paar Tagen an der Rezeption aushelfen würde. Im Laufe des Nachmittags erzählte sie mir dann auch warum ich so plötzlich in den Lärchenhof abkommandiert worden war. Deren Rezeptionistin hatte an dem Morgen nach mehreren Dienstjahren FRISTLOS gekündigt. Scheinbar war es für einige der Mitarbeiter keine große Überraschung. Die Überraschung war wohl mehr, dass sie es nun tatsichlich gemacht hatte.
Ich mein, verstehen kann ich es schon. Welches 4-Sternehotel hat den bitteschön nur 1 Rezeptionistin? Die dann gleichzeitig noch mitverantwortlich ist für die Buchhaltung, usw. unserer 3 Skihütten (wobei alle 3 tagsüber Skihütte und abends Restaurants sind), und unserem Kaufhaus.
Tja, und jetzt geht so das Gerücht um, dass ich sie im Lärchenhof als Rezeptionistin ersetzen soll. D.h. dann haben sowohl der Katschberghof, als auch der Lärchenhof jeweils nur noch 1 Rezeptionistin und 1 einen Lehrling!!!

Na, mal schauen was wird. Ich meld mich wieder und dann erzähl ich auch mal wieder ein bissl wie es mir sonst so im Moment geht... was die Mission macht und so weiter...
Alles Liebe und -wenn auch etwas verspätet- noch
GOTTES wunderbaren SEGEN im neuen Jahr 2012!!


Montag, 25. Juli 2011

eine Sommerflaute

Zwei Wochen sind bereits seit dem Festival wieder vergangen, inzwischen nähert sich der Juli eindeutig seinem Ende zu. Die Sommerflaute macht sich überall bemerkbar. Schon komisch, sonst hiess Urlaubszeit immer mehr Leute, mehr Arbeit, mehr Stress und hier ist es genau umgekehrt. Aber da der Grossteil unserer Kundschaft Geschäftsleute sind, ist es nur logisch, dass während die in Urlaub sind, bei uns weniger los ist. So ist es im Moment sehr ruhig hier. Viel zu ruhig für meinen Geschmack, um ehrlich zu sein. Gestern war ohnehin schon ein ruhiger Tag mit nur einer handvoll Anreisen und dann erzählt mir meine Kollegin bei der Übergabe, dass die Anreisen schon all da und eingescheckt sind! Da hätte ich ja auch gleich wieder nach Hause gehen können – was ich natürlich nicht gemacht habe.
Und es kamen dann immerhin noch 2 walk-ins – mit dem einen Paar konnte ich sogar ein wenig schwedisch/norwegisch reden. Das freut mich ja immer. :) Ich bin ja nur erstaunt, dass die da überhaupt irgendwas verstehen – bei meinem radebrechen!
Personalmässig hat sich hier in den letzten Wochen und Monaten viel getan und das in allen Bereichen. Ich habe bereits 4 Duty Manager kommen und gehen sehen, naja genau genommen habe ich 2 kommen und 4 gehen sehen. Im F&B und Küchenbereich sind 3 Kellner weg und 3 neue kommen. Selbst im Housekeeping gab es Wechsel. Bzw. Wir versuchen da eigentlich aufzustocken, aber eine der neuen ist gleich nach ein paar Tagen wieder gegangen. Die nächste ist dann zwar geblieben, aber dafür fehlt momentan eine der anderen Krankheitsbedingt aus.
Tja, und unsere liebe Sabrina verlässt uns auch zur Mitte des nächsten Monats. Schade, schade, wir waren so ein schönes Team geworden. Aber ich muss ja ehrlich sagen, bei dem Jobangebot hätte ich auch nicht ‚nein‘ gesagt. :)
Also, Sabrina, wenn Du das liest: ich freu mich voll für dich, gönne dir diese tolle Stelle von Herzen und wünsche dir schon mal alles Gute! Wir werden dich vermissen und ich bin gespannt wer in deine Stelle (und dein Zimmerchen) hineinkommen wird.

Ansonsten freue ich mich bereits auf diesen Donnerstag, da sehe ich meine liebe Anna wieder – inklusive Londonbesuch. Man soll es ja nicht glauben, jetzt bin ich fast 3,5 Monate hier und war noch nicht ein einziges Mal in meinem geliebten London. Aber mit nur einem Tag? Na, mal schauen was ich damit anfange...

Lasst es euch gut gehe und geniesst das Wetter. Wobei ich habe ja gerade mal geschaut – Gewitter, Regenschauer, da haben wir ja mal ausnahmsweise besseres Wetter! lol

Cheerio,
Hanna

Montag, 27. Juni 2011

Regatta-Zeit

Wir haben die Regatta überlebt! Wer hätte das gedacht?
Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich ein wenig enttäuscht war. Vielleicht weil man so wenig davon mitbekommen hat, wenn man nicht unbedingt zu dem 'Kreis der Auserwählten' gehört. Da hat mir doch Royal Ascot wesentlich besser gefallen. Da wurde man richtig mitgerissen von der Stimmung auf dem Rennplatz. Besonders toll war es die Rennen direkt von der Ballustrade aus mitzuverfolgen und die Erde unter den Füßen von den herangaloppierenden Pferden beben zu spüren.
Immerhin war es schön die Stadt so voll und die Strassen so belebt zu sehen. Danach Montag und Dienstag hatten wir 2 Tage Stille, bevor der Trubel von vorne losging.
Diesmal steht das Henley Festival auf dem Program. Auf dem Program stehen dieses Jahr u.a. Tom Jones, Blake, Tasmin Little, Hans Liberg (der schläft übrigens bei uns im Hotel) and The Gandinis, Jools Holland, ABBA Symphonic, Rumer and Alexandra Burke....
Ansonsten ist sich hier im Hotel momentan viel am ändern.. ob zum Besseren ist noch abzuwarten :)

Liebe Grüsse,
hanna

Sonntag, 5. Juni 2011

Tauftag, der sechzehnte

Am 04.06.1995 war meine Wasser-Taufe – 16 Jahre ist das bereits her. Meine Güte wie die Zeit vergeht. Tauftag ist für mich immer ein besonderer Tag, fast ein bisschen wie ein zweiter Geburtstag. Gerade auch weil ich kein genaues Datum für meine ‚Bekehrung‘ habe – mit 4 Jahren hat man es wohl noch nicht so mit solch nebensächlichen Kleinigkeiten wie einem Datum.. Ich versuche, dann in der Regel auch immer etwas Besonderes zu machen. Heute hatte ich leider keine Gelegenheit dazu, da ich arbeiten muss, aber morgen habe ich frei, da werden wir uns bestimmt was schönes zusammen einfallen lassen.

Gleichzeitig ist es eine Zeit, eine Gelegenheit zum dankbar sein und Danke sagen! Dieses Jahr vielleicht mehr als je zuvor. Denn ich durfte und darf jeden Tag mehr Seine Gnade neu erleben. Wie manche von euch vielleicht mitbekommen haben, musste ich die Mission, den vollzeitlichen Dienst aufgeben –ob nur für eine Zeit oder für immer ist noch ungewiss. Das war und ist ganz sicher nicht einfach, denn so paradox es auch klingen mag, an meinem Ruf hat sich nichts geändert.

Leider hatte ich in dem ganzen Trubel und meinem Eifer Ihm zu folgen, Seinen Dienst zu tun angefangen meine intime Beziehung mit Ihm für selbstverständlich anzusehen oder anders ausgedrückt ich war so fokussiert auf den Dienst, dass ich vergaß für wen ich das eigentlich tat. Fern von der gewohnten Nähe und Vertrautheit mit Ihm, entstand Raum für Fragen und Zweifel, Unsicherheiten und Misstrauen.

Gott sei Dank und das meine ich wirklich, ist es niemals zu spät noch mal neu anzufangen.
Es ist nie zu spät zu lernen, wie er sehr uns liebt und so unglaublich es klingen mag, dass wir genug für ihn sind. Er will dich und mich. Nicht mehr, nicht weniger.

So kann ich heute von ganzem Herzen mit den Worten David’s wiedergefunden in dem Lied von Andrea Adams-Frey übereinstimmen:

Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat

Verse 1:
Der dir all deine Schuld vergibt
Der dich trotz deiner Fehler liebt
Der alle deine Krankheit heilt
Der alle deine Schmerzen teilt

Verse 2:
Der dich errettet vor dem Tod
Und der dir beisteht in der Not
Der dich mit Huld und Gnade krönt
Der dich mit seiner Gunst verwöhnt

Er macht dein Leben wieder neu
Und wie ein Adler fliegst du frei

Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
Lobe den Herrn, meine Seele
Alles in mir lobe den Herrn
und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat

Verse 3:
Er handelt nicht nach unsrer Schuld
Denn er ist gnädig, hat Geduld
Wir, die ihn fürchten, sind gewiss
Dass er uns kennt und nicht vergisst

Er macht dein Leben wieder neu
Und wie ein Adler fliegst du frei

Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
Lobe den Herrn, meine Seele
Alles in mir lobe den Herrn

Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
Lobe den Herrn, meine Seele
Alles in mir lobe den Herrn
und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat

und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat

Er macht dein Leben wieder neu
Und wie ein Adler fliegst du frei

Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
Lobe den Herrn, meine Seele
Alles in mir lobe den Herrn

Lobe den Herrn, meine Seele
Meine Seele, lobe den Herrn
Lobe den Herrn, meine Seele
Alles in mir lobe den Herrn
und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat
und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat

und vergiss nicht was Er dir Gutes getan hat

einen gesegneten Sonntag wünscht
eure Hanna

Sonntag, 29. Mai 2011

Heute vor 58 Jahren

gelang Edmund Hillary und Tenzing Norgay die erfolgreiche Erstbesteigung des Mount Everest.
hier im kleinen Henley wird heute ein 40.Geburtstag gefeiert - im indischen Stil. :) Da werden die Festtags-Saris hervorgeholt und sowohl heiße Platten als auch heiße Scheiben aufgelegt. Ich hoffe nur, dass da unsere anderen Gäste mitmachen, sonst gibt es hier nachher noch gut Ärger.

Ich selbst befinde mich bereits in meiner 7.Woche hier - wer hätte das gedacht? Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich am Anfang am liebsten mit dem nächsten Flieger auf und davon wäre. Aber was macht man, wenn einem keine andere Wahl bleibt? Man beisst sich durch. Wie heißt es so schön, was einen nicht umbringt, macht einen stärker oder so ähnlich. Zum Glück bin ich nicht alleine hier. Ein anderes Sprichwort 'geteiltes Leid ist halbes Leid' - wie wahr. :)

Trotzdem geht es mir hier erstaunlicherweise gut. Ich habe nette Kolleginnen mit denen ich mich gut verstehe. Am Dienstag gehen Sabrina und ich ins Kino - Pirates 4 in 3D bin ja mal gespannt! Vorher probieren wir das Indische Restaurant bei uns hier um die Ecke aus - das wird bestimmt lecker.
Ansonsten entdecke ich gerade meine alte Leidenschaft, das Lesen, wieder. Besonders schlimm sind dabei die örtlichen Wohltätigkeits- und second hand-läden, die ja auch meistens eine kleinere oder größere Bücherecke haben und wo sie gut erhaltene Bücher für'n Appel und 'nen Ei verkaufen. Noch besser ist, es mangelt hier nicht an englischsprachigen Büchern - für die ich ja bekanntlich eine Vorliebe habe. :o)
Liebe Grüße aus dem kühlen Henley,
eure Hanna

Montag, 9. Mai 2011

vom Muttertag und anderen Dingen

gestern war Muttertag, ich habe meiner Mama einen kleinen Blumenstrauss geschickt. :D

am Samstag hat Mainz 05 3:1 gegen Schalke 04 gewonnen!


und hier in Henley ist inzwischen der Alltag eingekehrt.
Ich hab seit 2 Wochen ein englisches Bankkonto, seit letzter Woche einen Videothekausweis und seit gestern einen englische Telefonnummer inklusive neuem Handy. :)
Auch wenn weder meine beiden Rezeptionskolleginnen noch ich selbst vorhaben hier länger als absolut notwendig zubleiben, so versuchen wir gezwungenermassen eben doch das meiste aus der Zeit zu machen, die wir hier verbringen 'müssen'.

Klar hat man sich mittlerweile auch etwas eingelebt und jeden Tag findet man sich etwas mehr auf der Arbeit ein. Trotzdem ist es leider kein Ort zum 'Wurzeln schlagen' - wie ursprünglich gehofft.
Dazu fehlen den anderen, die Ausgeh- und Einkaufmöglichkeiten, dazu fehlt mir eine Gemeinde - um gar nicht erst von einer Gemeinde zu reden in der ich mich wohl fühlen könnte.

Schade finde ich auch, das die Arbeit kein Ort zum wohl fühlen ist -im gegenteil, manchmal schämt man sich richtig dort zu arbeiten.
Wenn zum Beispiel in den Gästezimmern wiederholt das heiße Wasser ausfällt und dies bereits ein bekanntes Problem. Ein Problem, bei dem auch die Ursache bekannt ist, aber nichts unternommen wird, wiel man zu geizig ist, da ein Investition in das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Gäste zu machen... Oder das Internet abgestellt wird, weil die Telefonrechnung nicht bezahlt wurde!

Gleich ist mein Akku leer und zudem ist bald Abendbrotzeit.
Liebe Grüße an meine lieben Leser
und ich hoffe ihr kommt dazu ein wenig das herrliche Wetter im Moment zu geniessen.
eure Hanna

Montag, 25. April 2011

11 Tage, 10 Schichten,.. und ein fast vergessenes Ostern

meine lieben Leser,
ich hoffe, ihr hattet ein schönes und erholsames Ostern.
Wenn es nicht auf meinem Kalender gestanden hätte, dann wäre Ostern völlig an mir vorbeigegangen. Mal abgesehen, dass es im Hotel etwas ruhiger war als gewöhnlich, war hier von den Feiertagen nichts mitzukriegen.
Das Schönste war hier noch das Wetter. Seit meiner Ankunft vor 11 Tagen war bisher ein Tag schöner als der andere, mit klarem Himmel, Sonnenschein und Temperaturen bis zu 20/22 Grad - und das in England!

Die Arbeit läuft inzwischen etwas besser, allerdings mag das nach dem ruhigen Osterwochenende ein vorschnelles Urteil sein und es ist gut möglich, dass das morgen schon wieder ganz anders aussieht. :)

Gestern bin ich dann gezwungenermassen von dem Gästezimmer in mein Mitarbeiterquartier umgezogen... Sagen wir es mal so, ich kann mich gerade so einmal um die eigene Achse drehen. Ganze 8 m2 ist das Zimmer groß! na, mal schauen, was daraus wird...

LG,
Hanna

Mittwoch, 20. April 2011

Neuland mit neuer Stelle und Herausforderung

Meine letzten Grüsse kamen noch von Rumänien. Nach der Zeit dort war für mich klar, was ich wohl bereits seit geraumer Zeit geahnt habe, aber nicht akzeptieren wollte. Nämlich, dass es mit dem vollzeitlichen Dienst für mich erst einmal zu Ende geht. Die Mission und andere Menschen und Kulturen liegen mir nachwievor sehr am Herzen. Doch es wird eine Weile dauern bis ich selber wieder losziehen kann. Bis es soweit ist, freue ich mich darauf wieder in der Lage zu sein andere Missionare zu senden/unterstützen.

Danach stellte sich natürlich die Frage: Was jetzt? Ich hatte gehofft, wieder auf dem Schiff arbeiten zu können, da ich mit deren Personalbüro in Kontakt geblieben war. Leider ist nichts daraus geworden und so

bin ich jetzt seit 7 Tagen in England und habe bereits 6 Schichten gearbeitet.
Hier in England bin ich in der Stadt Henley-on-Thames, etwa 1 Stunde südlich von London.
Hier findet übrigens die jährliche Königliche Regatta statt.
Mein Arbeitsplatz ist das Red Lion Hotel, wo ich als Empfangschefin angestellt bin.
Dazu muss ich ehrlich gestehen, dass dies nicht meine Idee war - ich hatte mich als einfach Rezeptionistin beworben und irgendwie kann ich der Abteilungsleiterin nicht begreiflich machen, dass ich überhaupt nicht die nötige Erfahrung für diese Position habe. 4 Monate in einem kleinen Schweizer Familienhotel sind da ja wohl nicht der Rede wert...

Ich muss sagen, bisher fühle ich mich in der Aufgabe schon etwas überfordert, vor allem weil sie einem hier kein ordentliches Training/ Einarbeiten geben, sondern man einfach ins kalte Wasser geschmissen wird - am tiefen Ende.

Von den Mitarbeiterunterkünften fange ich jetzt lieber nicht an zu erzählen, sonst fang ich an zu heulen... :)

well, ich werde euch auf dem laufenden halten..
alles liebe und schon mal FROHE OSTERN

eure Hanna